Wort des Jahres 2009
Liebe Leser und Leserinnen,
Sie fragen sich bestimmt schon seit einigen Wochen und Monaten, wann Sie endlich wieder Vorschläge für das neue Wort des Jahres abgeben dürfen und schauen täglich, wenn nicht halbstündlich, auf die Seite. Richtig...?
Jetzt dürfen Sie endlich! Schicken Sie mir einfach ein Wort, das
x repräsentativ des nächsten Jahres ist
x Sie mögen und gern verewigt wissen möchten
x völlig sinnlos und bekloppt, aber bitte stilvoll ist
Für Inspiration, schauen Sie sich doch die letzten Wörter des Jahres an.
Zauberer steckt Katze durch Briefschlitz
Obdachloser deckt abscheuliches Verbrechen auf
Q; Hobby-Zauberer Phil A. Delphia hat am vergangenen Mittwoch gestanden, seine langjährige Freundin und Hauskatze Schmiggie falsch herum durch den Briefschlitz gesteckt zu haben, um Kosten für Katzenfutter zu sparen. Ihm stehen jetzt vermutlich sieben Jahre Haft bevor.
Obdachloser H. Obo lag nichtsahnend im Hauseingang von Delphias Wohnung, als ihm eine Katze scheinbar von nirgendwo in den Schoß fiel.
„Sie war ein bisschen platt, ne“, beschreibt Obo, dem die Schreckensnacht noch deutlich im Gedächtnis klebt, „und dann ging die Tür auf und dieser Zauberer steht da und sagt, er hätte sich doch gedacht, dass das normalerweise mehr laut ist, wenn eine Katze durch einen Briefschlitz fällt.“
Dass er sich ganz unnötig als Schuldiger zu erkennen gab, fiel Delphia zu spät ein – es ist allgemein bekannt, dass Katzen immer auf ihren Pfoten landen und die Abwesenheit von Geräuschen darum gar nicht ungewöhnlich war. Obo ging zur Polizei, um sich über die Ruhestörung zu beschweren, wo man empört auf die nachlässige Behandlung der Katze reagierte. Delphia ist sich keiner Schuld bewusst.
"Ich hab erst überlegt, ob ich Schmiggie bei wem anders in den Briefkasten stecken sollte“, so Delphia, „aber dann dachte ich, nee, so viel Aufwand ist das Vieh dann doch nicht wert. Was kann ich sagen, mit dem Katzenfutter ist es wie mit dem Benzin, viel zu teuer und schmeckt beides nicht. Ich hab mir überlegt, was kann man besser durch den Briefschlitz stecken und da war Schmiggie ergonomisch deutlich besser geformt.“
Für Schmiggie ist es das erste Mal, dass sie von ihrer Lebensversicherung Gebrauch machen muss. Sie plant, mindestens eins ihrer verbleibenden acht Leben in Ägypten zu verbringen, weil man dort noch genügend Respekt vor Katzen hat.
Europameisterschaft 2008
Alle schauen die Fußballeuropameisterschaft 2008. Alle bis auf die Fußballer (die müssen spielen), die Engländer ("Wir sind uns zu gut für die Euros. Solange wir bei der WM dabei sind..." ) und die Amerikaner ("Sorry, aber wir gehören nicht zu Europa. Außerdem sind wir nicht so auf Soccer ausgerichtet." ). Wir redeten mit den verschiedensten Fans und anderen Personen, die mit Fußball eigentlich gar nichts zu tun haben wollen. Pech. Hier ist, was dabei herauskam.
NAAW: Hallo, haben Sie mal einen Moment Zeit für mich?
Anonyme Terroristin: Rufen Sie doch bitte in 20 Minuten noch mal an, lieebe Reporterin, wir wollen gerade essen.
NAAW: Wer, glauben, Sie, holt sich den Titel?
L.B.: Deutschland. Ich muss das doch sagen. Es könnte allerdings schwierig werden.
M.J.: Deutschland!
D.S.: Man weiß es nicht, also ich vermute... (lange Spekulationen), ich hoffe mal Deutschland, aber vielleicht auch Spanien.
NAAW: Wer ist Ihr Lieblingsspieler?
L.B.: Podolski. Ungefähr der einzige, den ich kenne. Lukas Podolski ist gut!
M.J.: Der Capt'n von Chelsea, ich hab seinen Namen vergessen. (John Terry, spielt zwar nicht in der EM, aber macht ja nix.)
D.S.: Überhaupt keine Ahnung... Ich fand Deco von den Portugiesen cool.
NAAW: Wie beurteilen Sie die Qualität der Spiele bisher?
L.B.: Ach, ganz gut gespielt alle, glaub ich.
M.J.: Langweilig! Weil ich die eigentlich auch nie gucke...
D.S.: Ähm, also, die Viertelfinalspiele fand ich bis auf Deutschland - Portugal unter aller Sau. Tolle Spiele waren das nicht. Aber in der Vorrunde haben mir Spanien und die Niederlande gut gefallen.
NAAW: Wie feiern Sie die EM? Mit Schminke, Tröte und Trikot?
L.B.: Nein. TRÖÖÖÖÖÖÖTE!!!
M.J.: Ich mach gar nichts außer dazusitzen und zu gucken.
D.S.: Schminke liegt mir nicht ganz so... Wir haben eine Deutschlandfahne an unsere Wohnungstür gemacht, aber sonst... keine Ahnung.
NAAW: Wie sieht die Deutschlandflagge aus?
L.B.: Schwarz-rot-gold. (Streber)
M.J.: (keine Antwort)
D.S.: Keine Ahnung, das war glaub ich die rote mit der Sichel und den Sternen drauf... wusstest du übrigens, dass man auch schwarz-rot-goldenen Wackelpudding machen kann (deutet unterschwellig an, dass er die Farben der Flagge doch kennt)...?
Ist ja interessant. Jetzt sind Sie jedenfalls wieder auf dem neuesten Stand und Deutschland ist immer noch nicht Europameister. Werden Sie auch nicht, denn die gutaussehensten Spieler hat immer noch Spanien.
Die Wahrheit über Dr. Oetker
Q; Dr. Oetker, Koch, Gemüsepsychologe und Erfolgsautor („Marsch der Möhrchen" ) ist tot. Das lang von Fans und Presse debattierte Gerücht wurde am Donnerstag von Dr. Oetkers Pressesprecher Dr. phil. O. Ettler bestätigt.
Nachdem Dr. Oetkers langjährige Kollegin Dr. Richie am 21. Januar dieses Jahres in einem öffentlichen Brief an die NAAW – Redaktion den Tod ihres Kollegen bedauerte, schlugen die Wellen des Protests überall hoch.
„Oetker lebt“, riefen Fans, deren gramvolle Gesichter allerdings ihre eigenen Zweifel durchscheinen ließen. „Elvis lebt“, rief ein Mann, dessen Rolle beim Geschehen nicht ganz klar ist. „Jesus lebt“, rief Dr. Richie, die glaubwürdigste von allen. Pressesprecher Dr. phil. O. Ettler schilderte die letzten Minuten in Dr. Oetkers Leben, wie sie sich vermutlich zugetragen haben.
Offenbar litt Dr. Oetker schon seit Wochen unter Wahnvorstellungen und hatte oft Halluzinationen, in welchen er den Sensenelefanten erblickte, welcher ihn in das Todesreich der grauen Boxen führen wollte. Am 20. Januar wurde es ihm dann zu viel. Vermutlich nahm er mindestens vier Liter Flüssigkeit zu sich, bevor er sich mithilfe von Backpulver selbst in Einzelteile zerlegte. Hardcore Fans haben nach dem ersten Schock eine neue Bestimmung gefunden.
„Wir machen uns auf die Suche nach dem Pudel des Todes“, erklärt Hänsel G. „der kann uns hoffentlich sagen wo sich das Sensenschwein eines Elefanten befindet, damit wir ihm solange Jobst füttern können, bis er bunt gefleckt ist. Und dann treteen wir ihm auf den Fuß!“
Ob dies eine hilfreiche Reaktion auf Dr. Oetkers Tod ist, ist zweifelhaft.
Der Dosenöffner
Dem Dosenöffner ging’s miserabel.
Er wurde gemobbt von einer Gabel.
Während sie jeden Tag zur Arbeit ging,
fühlte er sich wie ein nutzloses Ding.
Denn Dosen brauchte man nicht mehr,
kam das Essen doch von Mäckes her.
So wurde der Dosenöffner depressiv,
hing jahrelang in seinem Tief.
Und eines Tages, schmerzgeplagt,
haben seine schwachen Nerven versagt.
Amok lief das arme Gerät,
es hat dem Löffel das Hirn verdreht.
Es verbrannte im Toaster all das Brot
Und würgte selbst den Ofen tot.
Sein Besitzer kam in die Küche gerannt,
wo sich noch die Gabel vor Schmerzen wand.
Es schloss sich der Katastrophenkreis,
als er sagte: „Jetzt erstmal ‚ne Dose Mais!“
Dance Of A Phoenix
There was once a phoenix called Peter.
He had a wife (you should meet her),
they both wore feathers of gold and red
and lived together with her wacky dad.
Peter was a practising buddhist, thus
a true gentlephoenix of class.
But, oh, it was too sad,
that one thing bugged him yet.
Poor Peter couldn't move his feet
Or clap in rhythm with a beat.
And once his noble friends found out,
they shunned him or they kicked him out.
Now Peter was having a consoling dairy
dessert when he encountered a fairy.
He said: you're mythical, you elf.
She: so are you, please calm yourself.
I see, you're troubled, my poor man.
You For Anything do I can?
My good fairy, there is one thing...
I wanna dance! The fairy: *pling*
At once he started to dance about,
Full of joy and singing loud.
(The fairy died that very week,
from eating too much healthy leek...)
As soon as Peter moved his feet,
he was suspected of smoking weed.
His dancing claws led him astray
to an insane asylum far away.
He lives there still, as legend says,
dancing in the padded cell and making a mess.
And because every loonie has a drill,
I suspect he lives there still.
Lament For An Alarm Clock (or not...)
I set my alarm for four in the night,
But obviously that isn't right.
My clock, lovingly christened Mike,
Thought 'Far too early - I'm on strike!'
I'm a machine, but I'm not fit
To do my duty and be hit.'
So Mike kept quiet the next day,
Not knowing how he'd have to pay.
I woke up, thinking 'That was good,
To sleep till seven like one should.'
Until I realised 'My God,
Mike should have beeped, but he did not!'
I swore until I could no more:
"You always woke me up before!
Why this, whyever, and why now?"
Mike thought to himself 'Stupid cow...
You don't respect me, dude, and hence
I stand up to this violence.'
Never could Mike survive my wrath,
I killed him in my bubble bath.
It drowned his helpless little beep;
Disobeying clocks I cannot keep!