The Grass Is Green

On the TV screen.
The grass is greener
When the screen is cleaner.
The grass is the greenest
When mom is the meanest.
She turns off the TV glow
And sends us to a meadow.
(We had a picknick and have seen
In comparison to the real grass, the grass on TV isn’t all that green)

Zusi am 10.3.08 15:30, kommentieren



Mord am Frühstückstisch

Q; Es war ein Sonntag wie jeder andere. Santa Eddy spielte „Need for Coffee“ und schmierte seinem Brötchen eine. Es war der Tag, der Sandra der Stubenfliege zum Verhängnis werden sollte.

Nach Aussagen des Frühstückspartners Santa varn Manta verhielt sich Santa Eddy eigentlich ganz normal. Er plauderte von diesem und jenem und nahm die Kaffeemilch in die Hand. Varn Manta kam das gar nicht verdächtig vor. Plötzlich knallte die Kaffeemilch in der Hand des Täters auf den Tisch. Auch das rief nur eine „Na, Milch alle?“, Reaktion bei Santa varn Manta hervor. Doch dann hob Santa Eddy abermals die Kaffeemilch und zum Vorschein kam ein kleiner schwarzer Fleck auf dem Tisch. Sandra die Stubenfliege war tot.

Der Psychologe, der Santa Eddy derzeit betreut, sagte im Interview: „Santa Eddy ist ein Opfer der Gesellschaft. Ich werde dem Anwalt sagen, er kann ruhig auf Freispruch plädieren. Facharbeitspsychose, wenn Sie mich fragen!“

War es nur eine einfache Facharbeitspsychose, wie sie jeder Schüler einmal davonträgt oder steckt mehr dahinter? Physiker und Hobbyhäftling Alwin Einbein dazu: „Vektoren. Und ich meine es wirklich: Vektoren! Man weiß nie, in welche Richtung das losgeht…“

Sandra die Stubenfliege wurde noch am gleichen Tag begraben. Ihr Bruder kämpft jetzt vor Gericht für gleiche Rechte für alle Fliegen. Im Gespräch mit der KILT hat er sich so geäußert: „Diese Eselsfliegen halten sich vielleicht für was besseres, nur weil sie das große Geld machen, aber ich sag Ihnen was: die haben auch keine schöneren Stimmen als wir Stubenfliegen! Das ist doch alles Fake! Die lassen doch alles von Eddie Murphy machen […] […] […].“

1 Kommentar Zusi am 22.2.08 13:53, kommentieren

Auf dem Festland war's nicht nett, doch jetzt penn ich in Susis Bett!

2 Kommentare Zusi am 12.1.08 14:22, kommentieren

Hilferuf der Kuscheltiere II

Deliverer Hajo
Es ist kurz vor acht und wir müssen uns beeilen. Wir haben wirklich nur Zeit, um schnell durch IKEA zu rasen, alles mitzunehmen, was wir brauchen und dann zu bezahlen. Die Stimme aus dem Lautsprecher hat uns schon zweimal zur Eile ermahnt. Doch schon ganz am Anfang der vielen Regale und Körbe bleibe ich stehen. Große Kulleraugen sehen mich aus einem engen Gitterkasten heraus an. Es ist eine blaue Stoffgiraffe unter blauen Stoffgiraffen. Die meisten von ihnen blicken resigniert und desillusioniert in die Luft. Doch eine von ihnen liegt ganz oben auf dem Stapel. Ihre Augen flehen mich an: „Kauf mich! Ich habe es schon bis ganz oben geschafft, ich habe es jetzt verdient, hier wegzukommen! Kauf! Mich! Bin ich etwa nicht billig genug? Ich komme aus einer langen Tradition chinesischer Stoffgiraffen, wirke wenigstens etwas beglückt, mich hier so plötzlich zu finden! Mein Name ist Deliverer Hajo, ja, ich weiß, es ist ein englisch-ostfriesischer Name, aber ich komme aus einer internationalen Familie und spreche auch leider nur schwedisch. Høl mikken hier rus!“
Seine Augen treffen meine und schon greifen meine Hände seinen dünnen, blauen Hals.
„Beeil dich, Susi, wir gehen schon mal vor, okay?“ Meine Schwester zerrt mich und Deliverer Hajo weiter. Misstrauisch mustert sie meinen Einkauf.
„Musst du den wirklich haben?“, fragt sie.
„Ja!“, erkläre ich entschieden. „Er hat mich angefleht, ihn mitzunehmen. Er heißt Deliverer Hajo.“
„Sieht für mich sehr nach Sugi aus“, sagt Sarah. Deliverer, eine Suizidgiraffe? Ich erschrecke und mustere Deliverer Hajo etwas genauer. Leider kann ich ihr nicht wiedersprechen. Dünner, langer Hals, blaue Färbung, schwarz-weiße Socken…
„Ach, ich bieg das schon wieder hin“, verspreche ich.
Doch schon an der Kasse gibt es das erste Problem. Mit einem liebevollen „So, stell dich einfach auf das schwarze Laufband, ich bin gleich wieder da und hol dich auf der anderen Seite ab“, stelle ich Deliverer Hajo ab. Aus den Augenwinkeln sehe ich gerade noch, wie er sich quer auf das Laufband legt und verzweifelt versucht, sich darin einzuklemmen. Ich reiße Deliverer Hajo aus der Umklammerung des Laufbandes, eine Sekunde, bevor es anrollt.
„Definitiv Sugi“, bemerkt meine Schwester Sarah, die das Szenario beobachtet hat. Ich erhole mich langsam von dem Schock.
„Du hättest eigentlich auch mal eingreifen können“, schniefe ich. Die Kassiererin nickt mir zu.
„Gute Reaktion. Wäre nicht der Erste seiner Art, der so kurz vor der Entlassung das Handtuch schmeißt… der letzte hat versucht, sich von der Kasse guillotinieren zu lassen, als ich sie gerade wieder zuschieben wollte.“
„Hab es in der Zeitung gelesen… schlimme Sache. Ist der Gute wenigstens in der Therapie gelandet?“
„Nein, im Småland“, antwortet die Kassiererin. „Schönen Tag noch.“
Endlich ist alles im Kofferraum verstaut und ich setze mich hinten rechts in Auto, Deliverer neben mir.
„Schnall ihn an, sonst versucht er sicher, aus dem Fenster zu springen“, rät Sarah.
„Aber die Fenster sind zu!“
„Glaub mir, er findet einen Weg…“
„Wer hat das Seminar über die Vorgehensweisen von Suizidgiraffen besucht, du oder ich?“
„Du, denn ich musste es halten.“
Na gut… ich schnalle Deliverer Hajo an. Keine Minute später macht es Klick und als ich den Kopf wende, sehe ich, dass Sarah Deliverer wieder abgeschnallt hat.
„Was ist das denn, Beihilfe?“, protestiere ich. Sarah schüttelt den Kopf und sieht die Giraffe besorgt an.
„Da hast du dir wirklich einen schweren Fall ausgesucht – er wollte sich gerade mit dem Gurt erwürgen.“
Ich atme tief ein. Meine Augen füllen sich mit Tränen.
„Deliverer!“, rufe ich aus. „Warum tust du das? Ja, du bist chinesischer Herkunft, aber Hara-kiri war 500 Jahre vor deiner Zeit! Bitte, mach mich nicht unglücklich!“
Ich nehme Deliverer Hajo auf den Schoß und lasse ihn fürs Erste nicht mehr los.

Der Tag verläuft in stumpfer Routine. Deliverer Hajo versucht, sich vom Auto überfahren zu lassen. Deliverer Hajo versucht, sich an der Türklinke zu erhängen. Deliverer Hajo versucht, seine Ohren in die Steckdose zu stecken. Aber immer wieder scheitert er. Am Abend schreibe ich eine verzweifelte E-Mail an Dr. Siff. Deliverer Hajo sitzt gefesselt und geknebelt auf meinem Scanner und ist an einen Tropf (ich hab sowas immer zuhause auf Vorrat, man weiß ja nie) angeschlossen, weil er sich weigert, Nahrung zu sich zu nehmen.

Schließlich schlafe ich erschöpft am laufenden Computer ein. In meinen Träumen werde ich von gestreiften Socken verfolgt, die sich gegenseitig verknoten – ich gebe mein Bestes, um sie wieder auseinander zu bekommen, aber es sind vier gegen einen… schweißgebadet erwache ich.

Ich suche nach dem blauen Fleck, der sich in der Dunkelheit abheben müsste. Und dann sehe ich ihn. Deliverer Hajo scheint es geschafft zu haben. Das Piepen meines Scanners verklingt und macht dem lang anhaltenden Ton Platz, den man manchmal im Krankenhaus hört.

Zusi am 11.1.08 15:00, kommentieren

Hilferuf der Kuscheltiere I



Ich überhole das Skateboard wenige Meter vor dem Bordstein, reiße mein Fahrrad herum und bleibe stehen. Mit einem dumpfen Geräusch prallt der Teddybär gegen meinen Reifen. Sein rechter Arm hängt schlaff zwischen den Speichen. Die Räder des Skateboards routieren in der Luft. Die Autos zischen an uns vorbei, niemand hat etwas bemerkt. Und wenn doch, dann stillschweigend ignoriert. Es ist nicht das erste Mal, dass ich ein schwerverletztes, bewusstloses Kuscheltier in die Klinik Dr. Kindermann fahre. Doch heute schüttelt die Vertretung Dr. Siff bedauernd den Kopf, als ich den namenlosen Teddy auf den Armen hereintrage.
"Tut mir furchtbar leid, aber wir sind vollbelegt. Wir sind sogar überbelegt. Susi, du kennst dich doch mit den Kleinen aus, könntest du ihn dort vielleicht zu Hause versorgen? Nur dieses eine Mal?“
„Er ist doch noch so klein. Er hat es mit dem Skateboard versucht, kurz vor der vierspurigen… irgendwo musst du doch noch Platz haben.“
Dr. Siff seufzt und kramt in einem Stapel Akten.
"Vor einer Stunde waren wir schon voll, wir haben alle Hände voll zu tun, und dann kam der Bär, der sich auf dem Jahrmarkt erschießen wollte – vielleicht hast du es schon im Radio gehört…“
Zum wiederholten Mal frage ich mich: wie kommt es, dass es jeden Tag wieder Kuscheltiere auf der ganzen Welt versuchen? Als hätte jemand einen großen Aufruf zum Selbstmord der Kuscheltiere gestartet, so stapeln sich die Akten in den Arztpraxen, die Akten mit der kleinen Bemerkung „Vrmtlch. Szd.“. Vermutlich Suizid.
Noch unglaublicher als dieses Phänomen ist jedoch die große Unwissenheit der Bevölkerung.
"Schau nur, Pom ist wieder da“, strahlt die Mutter meines kleinen Patenkindes, als ich ihr den Kuscheldrachen überreiche.
„Er kommt gerade aus der Therapie, es wäre also am Besten, wenn ihr…“ Ich komme nicht dazu, noch ein Wort der Warnung anzubringen, schon schließt der kleine Hannes seinen grünen Freund in die Arme.
"Komm, Pom, wir spielen Krankenhaus, wie früher, ja?“ Plötzlich kann ich verstehen, warum Pom versucht hat, sich in einer Brotdose mit einem verschimmelten Schulbrot zu vergasen.
Dies ist mein Bericht über all die Kuscheltierwracks, für die Mülltonne kein Schimpfwort ist. Ich schreibe ihn im Namen all der Analphabeten, Stimmamputierten und Todesopfer unter den Kuscheltieren.
(Fortsetzung der Reportage folgt)

Zusi am 8.1.08 11:38, kommentieren

Ein Gedicht über Fanta

inspiriert von Lena B.

Es war einmal ein Mann mit Fanta,
über die Straße rannta.
Wurde überollt,
weil die Mafia wollt
sein Gold.
Die Fanta überlebt es,
doch in ihr drin, da klebt es.
Sie weinte dreißig Stunden,
dann war der letzte Tropfen auch
aus ihrem Bauch
verschwunden.

2 Kommentare Zusi am 3.1.08 10:31, kommentieren

Wort des Jahres 2008 gewählt

Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Wort des Jahres wurde, wie Sie auch im passenden Artikel von letztem Jahr mitverfolgen können, gewählt. Ich habe zwar jetzt keine Lust, die Prozentzahl auszurechnen, mit der es gewählt wurde, allerdings ist das neue Wort des Jahres eindeutig "chocolate milk".

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit diesem Wort (es bezeichnet ein leckeres, milkshakemäßiges Getränk mit Schokoladengeschmack, welches glücklich macht) und noch einen gesegneten, brandneuen 2008er!

die Redaktion

Zusi am 2.1.08 12:51, kommentieren